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Rishikesh, die Stadt des Yoga und der Babas, Beatles und Backpacker

Friedlich fließend schlängelt sich der Ganges durch den Himalaya. Rishikesh ist der erste größere Ort, den er auf seiner Pilgerreise durch Indien durchquert. Seit Jahrtausenden schon gilt Rishikesh als spirituelles Zentrum, als Magnet für Asketen und Propheten. In den Höhlen hinter Rishikesh üben sich noch heute Einsiedler in Meditation und Enthaltung, die Stadt selbst gilt als Yogahauptstadt der Welt. Es ist also ein interessantes Publikum, das sich in Rishikesh einfindet.

Das spirituelle Rishikesh

Rishikesh bedeutet so viel wie „Ort der Weisen“ oder „Ort der Seher“. Rishikesh wird schon in den alten hinduistischen Texten erwähnt. Der Hindugott Rama sowie sein Bruder Laxmana sollen hier Zeit verbracht haben. Nach ihnen sind auch die zwei Hängebrücke benannt, die die beiden Ufer des Ganges miteinander verbinden: die Laxman Jhula und die Ram Jhula gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Rishikesh. Die Ufer werden von zahlreichen Ashrams und Tempeln gesäumt. Rishikesh hat nämlich eine lange Tradition als heiliger Ort und Rückzugsort für Sadhus und Yogis, die der Welt entsagt haben. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten, die in Rishikesh gelebt haben, gehören der weltberühmte Yogameister Swami Sivananada sowie Adi Shankara, der einer der bedeutensten Hindu-Philosophen Indiens war. Er lebte im achten und neunten Jahrhundert nach Christus.

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Pilger am Ganges

Die Beatles in Rishikesh

Überall präsent in Rishikesh: Die Beatles. In Cafés wird ihre Musik gespielt, auf den Straße ihre Shirts verkauft. 1968, auf der Höhe ihres Erfolges, kamen die Weltstars hierher, um Meditation zu lernen. Sie blieben zwei Monate im Ashram des Maharishi, eines berühmten Gurus. In Rishikesh schrieben Lennon, McCartney, Harrison und Ringo mehr als 40 Lieder. Die meisten davon wurden auf dem bekannten Weißen Album veröffentlicht. Das sogenannte Beatles Ashram ist heute verlassen und wird langsam vom Dschungel zurückerobert. Man kann die Halle besichtigen, in denen die Beatles und andere Schüler des Maharishi meditierten, und man kann in den kleinen steinernen Räumen sitzen, in denen sie einst meditierten.

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Die Beatles machten Indien durch ihren Besuch zu einem Mekka aller Hippies. Wenn also noch heute Tausende junge Menschen aus Europa, Amerika und der ganzen Welt nach Indien kommen, so ist dies zu einem großen Teil auch der Band aus Liverpool zu verdanken. George Harrrison war übrigens der Beatle, der sich am meisten für Meditation, Yoga und indische Spiritualität interessierte. Er wurde zu einem Anhänger der Hare-Krishna-Bewegung und bleib sein Leben lang ein gläubiger Hindu.

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Graffiti im Beatles-Ashram. Rishikesh

Rishikesh, die Hauptstadt des Yoga

Den Beatles folgten also Tausende Aussteiger und Sinnsuchende nach Indien. Rishikesh wurde aufgrund der Beatles – und auch weil viele berühmte indische Yogis und Gurus hier lebten und lehrten – zu der Yogahauptstadt der Welt. Wer hier Yoga machen möchte, hat die Qual der Wahl: Hatha, Vinyasa und Iyengar sind nur einige der Arten, die in Rishikesh gelehrt werden. Natürlich ist das Yoga in Rishikesh stark kommerzialiseirt, doch wenn man in den richtigen Ecken sucht (und etwas Glück hat), findet man noch einige „echte“ Yogis. Sie leben meist in kleinen Hütten oder Höhlen außerhalb der Stadt.

Doch Rishkesh ist mehr als nur Yoga. Auch Wanderungen (beispielsweise zum Neer-Wasserfall) und Rafting bietet die Stadt. In den vielen trendigen Cafés und Restaurants gibt es indisches Curry, israelische Falafeln und Steinofenpizza. Das Frühstück ist in der German Bakery am besten, leckere europäische Gerichte und wunderschönen Ausblick verspricht das Little Buddha. Trotz der vielen Touristen hat der Ort das typisch indische Flair behalten: Kühe versperren abenteuerlustigen Motorradfahrern den Weg, Affen klauen staunenden Touristen die Bananen. Jeden Abend ertönt an den Gangesufern die Aarti, eine Jahrhunderte alte hinduistische Zeremonie. Der Fluss wird als Göttin Ma Ganga, also als Mutter Ganges, verehrt.

Wer noch mehr Indien und weniger Tourismus wünscht, dem ist ein Tagesausflug nach Haridwar zu empfehlen. In der Pilgerstadt baden und beten Millionen von Hindus. Alle zwölf Jahre findet dort die Kumbh Mela, das größte religiöse Fest des Planeten statt. 2002 kamen 40 Millionen Gläubige.

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Blick auf den Ganges und die Laxman Jhula

Die besten Hostels in Rishikesh

Shiv Shakti Hostel

Dieses zentral gelegene Hostel befindet sich nur drei Minuten von der Laxman Jhula entfernt. Es verfügt über drei sehr saubere und geräumige Schlafsäle sowie über einige Doppelzimmer. Jeden Donnerstag finden sich Gäste und Personal zu dem hausgemachten Family Dinner ein. Weitere Pluspunkte: Organisierte Tagesausflüge nach Haridwar, kostenloser Chai und eine Dachterrasse mit wunderschönem Blick auf den Ganges! Das Shiv Shakti ist somit das beste Hostel in Rishikesh!

Moustache Rishikesh

Dieses Hostel gehört zur in ganz Indien vertretenen Moustache-Kette. Es befindet sich in der Nähe der Ram Jhula und organisiert Rafting, Yogaunterricht und Tagesausflüge nach Haridwar. Der große Gemeinschaftsbereich ist ein guter Ort, um neuen Leute kennenzulernen.

Übernachten im Ashram

Wer auf der Suche nach etwas mehr Ruhe und einer spirituellen Atmosphäre ist, der kann auch in einem der vielen Ashrams übernachten. Das Sivananda Ashram und das Parmath Niketan gehören zu den größten der Stadt, und bieten relative billige aber spartansiche Übernachtungsmöglichkeiten. Es werden auch Unterrichtsstunden in Yoga, Sanskrit und Ayurveda angeboten.

Die besten Cafés und Restaurants in Rishikesh

Pumpernickel German Bakery

Dieses Café ist gleichzeitig auch ein erstklassiges Restaurant. Hier kann man hausgemachten und veganen Kuchen, indische und israelische Spezialitäten sowie ausgezeichneten Kaffee genießen – und sich dabei von dem wunderbaren Blick auf den Ganges verzaubern lassen.

Little Buddha

Ein beliebter Treffpunkt für alle Rucksackreisende in Rishikesh. Auch das Little Buddha bietet einen schönen Blick auf den Ganges. Alkohol gibt es hier (und überhaupt in Rishikesh) aber nicht – schließlich ist Rishikesh eine heilige Stadt. Auch Fleisch ist verboten.

Organic Café

Dieses Café liegt auf der anderen Seite des Flusses und ist bekannt für sein leckeres und biologisches Essen. Etwas teurer, doch jede Rupie wert!

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Affen in Rishikesh

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