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Reisen in Pakistan: Sehenswürdigkeiten und die besten Orte für Touristen in Pakistan

Pakistan gehört nicht zu den bekanntesten Reisezielen in Südasien. Doch in den letzten Jahren entdecken immer mehr Menschen die Schönheit Pakistans: seine alten Moscheen und Schreine, Berge und Wüsten, Metropolen und Ruinenstädte. Reisen in Pakistan ist ein einzigartiges Erlebnis – und diese Liste der schönsten Orte und besten Sehenswürdigkeiten in Pakistan ist hilfreich für all jene, die eine Reise nach Pakistan planen.

Lahore – Das historische und kulturelle Zentrum Pakistans

Nur 50 Kilometer von Amritsar und dem Goldenen Tempel entfernt liegt Lahore, einer der geschichtsträchstigsten und interessantesten Orte in Pakistan. Lahore diente früher – zusammen mit Delhi, Agra und Fatehpur Sikri – als eine der Hauptstädte des Mogulreiches. Dieser Einfluss ist noch heute sichtbar, vor allem an der beeindruckenden Architektur Lahores. So zählt das Lahore Fort zu den schönsten Forts des indischen Subkontinents, während die vierhundert Jahre alte Badshahi-Moschee bis zu 100.000 Menschen aufnehmen kann.

Sehenswürdigkeiten in Lahore:

  • Data Darbar: Dieser Sufi-Schrein ist das spirituelle Zentrum Lahores. Hier wird Ali Hujwiri verehrt, ein Sufi-Heiliges und -Mystiker aus dem elften Jahrhundert. Er ist auch der Schutzheilige von Lahore.
  • Walled City of Lahore: In den engen, geschäftigen Gassen der Altstadt findet man alles: Leckeres Street Food, edlen Schmuck, traditionelle Kleider, Gewürze und Trockenfrüchte.
  • Lahore Museum: Eines der wichtigsten Museen in Südasien. Es beherbergt unter anderem buddhistische und indo-griechische Artefakte.
  • Wagah-Grenzübergang: Jeden Tag um 16:00 Uhr findet die spektakuläre Zeremonie der Grenzschließung statt, zu der hunderte Pakistani auf der einen Seite und mindestens ebenso viele Inder auf der andren Seite kommen.

Vor allem aber sind es die Einwohner von Lahore, die dafür sorgen, dass man ihre Stadt noch lange und positiv in Erinnerung behält: die Menschen sind neugierig, sehr gastfreundlich und stets hilfreich. Auch deswegen ist Lahore also einer der besten Orte für Touristen in Pakistan – und der beste Ort, um mit dem Reisen in Pakistan anzufangen!
Mehr zu der Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Lahore hier: Lahore – das Herz Pakistans.

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Die Badshahi-Moschee in Lahore

Islamabad / Rawalpindi – Altes und neues Pakistan

Islamabad ist die Hauptstadt Pakistans und mit seinen eine Millionen Einwohnern eine der größten Städte des Landes. Anders als Lahore oder Karachi ist Islambad aber eine äußerst moderne Stadt. Sie wurde in den 1960ern als die neue Hauptstadt gegründet und löste somit Karachi ab. Bei der Planung legte man besonderen Wert auf viele Grünflächen und breite Straßen. Der Standort für diese neue Stadt wurde aufgrund des Klimas gewählt, das mild, im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht ein Hitzeinferno ist.

In Islamabad sieht man besser als sonst irgendwo das moderne Pakistan: Junge Menschen in westlichen Kleidern, schicke Cafés, italienische und thailändische Restaurants, Kinos, Einkaufzentren und Bowlingbahnen. Historische Sehenswürdigkeiten hat Islamabad nicht – trotzdem gibt es aber viel zu sehen! Die moderne, erst 1986 fertiggestellte Faisal-Moschee ist die Nationalmoschee Pakistans und das Wahrzeichen von Islamabad. Sie befindet sich am Rande der Stadt. Die Margalla-Hügel bilden den Hintergrund und sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und die Einwohner Islamabads. Mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege bieten einen wunderschönen Blick auf das geometrisch angelegte Islamabad – und auch auf das Chaos von Rawalpindi.

Rawalpindi ist die Schwesterstadt von Islamabad und grenzt direkt an diese an. Die zwei Millionen Einwohner fassende Stadt ist das Hauptquartier des pakistanischen Militärs, und hat somit eine zentrale politische Bedeutung inne. In Rawalpindi befinden sich auch einige Hindu- und Sikhtempel sowie zahlreiche Moscheen und Bazare.
Zusammen mit dem so unterschiedlichen Islamabad ist Rawalpindi einer der besten Orte für touristische Reisen in Pakistan!

Sehenswürdigkeiten in Pakistan
Die Faisal-Moschee in Islamabad

Murree – Die beliebteste Hill Station Pakistans

In den Ebenen Pakistans wird es im Sommer oft unerträglich heiß. Temperaturen von bis zu 40 Grad sind keine Seltenheit. Viele Leute zieht es deshalb in die Berge, wo das Klima milder und die Luft frischer ist. Einer der beliebtesten solcher Bergorte ist Murree. Von Islamabad erreicht man die auf 2.300 Meter liegende Hill Station in nur 30 Minuten. Murree wurde von den britischen Kolonialherren als Zufluchtsort vor dem heißen Sommer errichtet und dient heute als einer der bekanntesten Urlaubsorte in Pakistan.
In Murree findet man zahlreiche schicke Cafés, Restaurants und Geschäfte, außerdem bieten sich kurze Wanderungen in der Umgebung an. Zu den Sehenswürdigkeiten in Murree zählen die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (1857), in der noch heute Gottesdienste abgehalten werden, und der Aussichtspunkt Kashmir Point.

Einige in Murree lebenden Muslime glauben übrigens, dass hier die heilige Maria, die Mutter Gottes, begraben liegt. So soll Jesus nach der Auferstehung zusammen mit seiner Mutter und dem Apostel Thomas Richtung Osten gezogen sein. Jesus selbst – so wird behauptet – liegt im indischen Kaschmir, genauer in Srinagar, begraben.

In den letzten Jahren sind in Murree viele neue und oft hässliche Gebäude entstanden, die den natürlichen Charme des Bergortes etwas beeinträchtigen. Trotzdem ist Murree einer der schönsten Orte in Pakistan und sicherlich einen Besuch wert – vor allem im heißen Sommer!
Mehr zu Shimla (der indischen Schwester von Murree) und den Hill Stations Indiens hier: Die schönsten Hill Stations in Indien.

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Kirche in Murree

Peschawar – Ein Highlight aller Reisen in Pakistan

Peschawar gehört zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten der Welt. (Die älteste ist Varanasi, Shivas heilige Stadt.) Sie war einer der wichtigsten Handelspunkte in Südasien, verband sie doch Indien mit Afghanistan und Zentralasien. Später herrschten die Moguln über Peschawar, dann die Sikhs und schließlich die Briten.
Nur unweit von Peschawar entfernt befindet sich der weltberühmte Khyber Pass (Chaibar-Pass), durch den schon das Heer Alexander des Großen, Marco Polo, die Moguln und zahlreiche weitere Könige und Völker auf ihrem Weg nach Indien zogen.

Noch vor zehn Jahren war Peschawar – das sich dicht an der Grenze zu Afghanistan befindet und als eine Hochburg der Taliban galt – eine der gefährlichsten Städte in Pakistan. 2014 kam es zu einem Terrorangriff auf eine Schule, bei dem 132 Kinder ihr Leben verloren. Doch in letzten Jahren hat sich die Sicherheitslage in Pakistan stark gebessert, und heute ist Peschawar so sicher wie lange nicht mehr. Die Einwohner von Peschawar (der „Stadt der Blumen“) sind für ihre außerordentliche Gastfreundschaft bekannt und nehmen Touristen stets mit offenen Armen auf. Die Stadt ist zwar eine der konservativsten in Pakistan, gleichzeitig (oder gerade deshalb) aber auch eine der sehenswertesten.

Sehenswürdigkeiten in Peshawar:

  • – Die Sunheri-Moschee, die aus der Zeit der Moguln stammt
  • – Die ganz in weißem Marmor erbaute Mahabat-Khan-Moschee (17. Jahrhundert)
  • – Das Peschawar Museum, das äußerst sehenswerte graeco-buddhistische Artefakte beherbergt
  • Sethi Mohallah: Eines der alten Stadtviertel von Peschawar, in dem sich viele gut erhaltene, traditionelle Wohnpaläste befinden.

Nach einem Aufenthalt in Peschawar kommt man mit einem tieferen Verständnis für die Kultur und Geschichte Pakistans und für die Mentalität und Religiosität der Pakistani zurück.

Reisen in Pakistan Tipps und Tricks
Menschen in Peschawar

Taxila – Eine Reise in die vielfältige Vergangenheit Südasiens

Taxila wurde bereits im Hindu-Epos Ramayana erwähnt, also vor mehr als 2.000 Jahren. Sie ist eine der wichtigsten Städte des alten Asiens, und ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Religionen. Der Buddhismus, der 500 Jahre vor Christus in Nordindien entstand, breitete sich bis nach Afghanistan aus, und verwandelte Taxila in eines seiner Zentren. Dort befand sich eine der weltweit ersten und damals größten Universitäten, wo zahlreiche wichtige buddhistische Texte entstanden und übersetzt wurden. Die Dharmarajika-Stupa beherbergt Knochen des Buddhas und ist eine der wichtigsten buddhistischen Bauten Asiens. Die Stupa sowie die weitere Ruinen von Taxila wurden 1980 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss sagte über Taxila, dass hier – mit Ausnahme des Christentums – „alle Einflüsse, welche die Alte Welt geprägt haben, […] versammelt sind.“ Wer also mehr über die Geschichte Pakistans und Asiens, ja der Welt erfahren möchte, wird in Taxila ein einziges, riesengroßen und frei begehbares Geschichtsbuch vorfinden.

Das beste Buch über die Geschichte des indischen Subkontinents – von den ersten Zivilisationen bis heute – ist übrigens Geschichte Indiens von Hermann Kulke:

Pakpattan – Einer der heiligsten Orte in Pakistan

Eines der wichtigsten Zentren des pakistanischen Sufismus. Der Sufismus ist die mystische Dimension des Islams und in Indien und Pakistan besonders stark verbreitet.
In Pakpattan lebte, lehrte und starb Fariduddin Ganjshakar (auch Baba Farid genannt), einer der wichtigsten Sufi-Heiligen und -Dichter des indischen Subkontinents. Seine Gedichte bzw. Lieder sind auch im heiligen Buch der Sikhs zu finden.
Nach seine Tod im Jahre 1266 wurde sein Dargah (Grab, Schrein) in Pakpattan zu einem der zentralen Pilgerorte für die Sufis des Punjabs. Auch Hindus und Sikhs aus der Region verehren Baba Farid. Besonders zur Urs (dem Todestag) des Heiligen kommen Menschen aus ganz Pakistan, um im Dargah Baba Farid zu beten und zu singen.
Wer also die spirituelle, mystische Seite des Islams und Pakistans kennenlernen möchte, wird keinen besseren Ort als Pakpattan dazu finden. Pakpatten liegt zwischen Lahore und Sehwan Sharif, einer weiteren sehr bedeutungsvollen Sufi-Pilgerstätte. Man wird in Pakpattan – wie überhaupt in Pakistan – nicht vielen anderen westlichen Touristen begegnen – doch die Gastfreundschaft der Einheimischen wird dadurch umso großzügiger! Denn gerade dies lernt man auf Reisen in Pakistan so sher zu schätzen und zu lieben: die unglaubliche Offenheit und Hilfsbereitschaft der Pakistani!
Mehr zu dem Sufismus in Indien und Pakistan hier.

Reisen in Pakistan beste Orte
Der Schrein von Baba Farid in Pakpattan

Gilgit, Hunza und Skardu – Der Zauber des pakistanischen Hochgebirges

In Pakistan befinden sich einige der höchsten Berge der Welt. Der Hindukusch, der Himalaya und das Karakorumgebirge treffen hier zusammen und formen eine atemberaubenden, außerirdisch anmutende Landschaft. Gilgit ist einer der bekanntesten touristischen Orte im Norden Pakistans, und zieht Bergsteiger, Abenteuersportler und Geschichtsinteressierte aus der ganzen Welt an. Denn von Gilgit aus lassen sich spektakuläre Wanderungen und mehrtägige Treks unternehmen, außerdem ist die Stadt bekannt für Jahrtausende alte buddhistische Überreste. Der Kargah Buddha ist eine beeindruckende, 15 Meter hohe und in Stein gemeißelte Darstellung des buddhistischen Religionsstifters.

Auch das Hunza-Tal war früher stark vom Buddhismus geprägt. Das ist unter anderem am „Heiligen Felsen von Hunza“ zu sehen, auf dem vor rund 1.000 Jahren buddhistische Inschriften gemeißelt wurden. Am Baltit Fort in Karimabad (ca. 700 Jahre alt) sind starke tibetische Einflüsse abzulesen.

Eine weitere wichtige Stadt im Karakorumgebirge ist Skardu (2.300 Meter). Sie ist neben Gilgit der touristischste Ort des Territoriums Gilgit-Baltistan und u.a. bekannt für das Skardu Fort. Es ist über 1.000 Jahre alt und eine der Hauptattraktionen des nördlichen Pakistan.

Gilgit, Skardu und das Hunza-Tal erreicht man nach einer nervenaufreibenden Fahrt auf dem weltberühmten Karakorum Highway. Er führt an schneebedeckten Gipfeln, idyllischen Bergdörfern und wüsten Einöden vorbei bis an die Grenze zu China. Allein eine Busfahrt auf dem Karakorum Highway ist ein Highligh für jeden Touristen in Pakistan, und sollte auf keiner Reise in Pakistan fehlen. Im Winter ist die Straße nicht befahrbar.

Reisen in Pakistan Sehenswürdigkeiten
Gebirgslandschaft in Giligit-Baltistan

Karachi – vom Fischerdorf zur Weltmetropole

Was für Peschawar und Pakistan generell gilt, stimmt auch für Karachi: früher noch berüchtigt für Kriminalität und eine hohe Terrorgefahr, hat sich in den letzten Jahren viel getan – und Karachi ist heute eines der beliebtesten Ziele für Reisen in Pakistan! Das verwundert kaum, denn: Karachi ist eine unglaublich vielfältige Stadt, das kulturelle Zentrum der Sindh-Region und Sinnbild für ein sich schnell veränderndes Pakistan. Noch vor 300 Jahren gab es in der Gegend des heutigen Karachis nur einige kleine Fischerdörfer. Die Briten erkannten den wichtigen strategischen Standpunkt und bauten Karachi zu einer bedeutdenden Hafenstadt aus. Seitdem wächst und wächst sie kontinuierlich, und hat heute über 15 Millionen Einwohner. Damit ist Karachi die größte Stadt in Pakistan und eine der größten der Welt. Bis 1959 war Karachi die pakistanische Hauptstadt.

Sehenswürdigkeiten in Karachi:

  • Jinnah-Mausoleum: Das Wahrzeichen von Karachi und Pakistan. Hier liegt Muhammad Ali Jinnah begraben, der Vater der pakistanischen Nation. Was Ghandi für Indien, das ist Jinnah für Pakistan.
  • Frere Hall: Dieses im britischen Kolonialstil errichtete Gebäude fungiert als Bibliothek und Kunstgalerie. Es erinnert an die Zeiten, als Pakistan noch Teil Britisch-Indiens war.
  • Nationalmuseum Pakistans: Von den ersten Zivilisationen, die vor Jahrtausenden um den Indus entstand, über buddhistische, hinduistische und schließlich islamische Artefakte: das Nationalmuseum von Pakistan offenbart die vielfältige Vergangenheit der Region.
  • Cape Monze Strand: Einige Kilometer außerhalb befindet sich ein fast unberührter Strand, von dem aus – so sagt man – manchmal Schildkröten, Wale und sogar Delfine zu sehen sein sollen.
  • Chaukhandi-Gräber: Diese reich verzierten Gräber und Mausoleen sind zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert entstanden und noch heute in gutem Zustand.
  • Mohatta Palace: Der Hindu-Prinz, der diesen Palast 1927 im Rajasthani-Stil errichten ließ, zog während der Teilung Indiens in den Nachbarstaat, weshalb das Gebäude heute ein Museum und eine Kunstgalerie beherbergt.
  • Saint Patrick‘s Cathedral: Eine gotische Kirche, die 1845 fertiggestellt wurde. Besonders beeindruckend ist die mehrere Meter hohe Jesus-Statue, die ganz aus Marmor besteht.

Karachi ist vor allem für sein Street Food bekannt, das zu den besten im ganzen Land gehört. In allen Ecken Pakistans wird von dem Karachi Biryani geschwärmt. Wer in Karachi ist, sollte also unbedingt das leckere Reisgericht probieren, das überall und zu jeder Uhrzeit verkauft wird.

Sehenswürdigkeiten in Karachi
Die Chaukhandi-Gräber

Reisen in Pakistan: weitere sehenswerte Orte in Pakistan

  1. Fairy Meadows: Eine wahrlich märchenhafte Landschaft auf 3.300 Metern Höhe, am Fuße des Nanga Parbat, dem neunthöchsten Berg der Welt. Die Anfahrt ist etwas beschwerlich und beinhaltet einen vierstündigen Fußmarsch, doch für die fantastischen Ausblicke nimmt man dies gerne in Kauf. Fairy Meadows ist in den Wintermonaten, wenn der Schneefall zu stark ist, geschlossen. Der Name kommt übrigens von deutschen Bergsteigern, die den verzaubernden Ort „Märchenwiese“ nannten.
  2. Sehwan Sharif: Ein weiteres Zentrum des Sufismus und der Qawwali-Musik in Pakistan. Der Heilige Lal Shabaz Qalandar, der im 12. und 13 Jahrhndert lebte, liegt hier begraben. Er wird auch von Angehörigen anderer Religionen verehrt. Mehr dazu hier: der Sufismus in Indien und Pakistan.
    Sehwan gilt als einer der ältesten von Menschen bewohnte Orte in Pakistan – einige Historiker behaupten, die Stadt sei von Set, dem dritten Sohn des biblischen Adam, gegründet worden.
  3. Abbottabad: Genießt nicht den besten Ruf, hielt sich doch Osama Bin Laden bis zu seinem Tod im Jahre 2011 hier versteckt. Doch Abbottaad liegt inmitten einer atemberaubenden Gebirgslandschaft, ist von Murree und Islamabad gut zu erreichen und außerdem bekannt für seine vielen Bildungseinrichtungen. Deshalb wird Abbottabad auch die Stadt der Schulen genannt. Abbottabad liegt auf einer Höhe von 1.200 Metern und gilt als eine der schönsten Städte in Pakistan.
  4. Uch Sharif: Geburtsort von Bulleh Shah, einem der größten Punjabi-Poeten und Sufi-Dichter Pakistans. Er lebte im 17. Jahrhundert und gilt als einer der Nationalpoeten Pakistans. In Uch Sharif befinden sich mehrere Jahrhunderte alte Mausoleen und Schreine, die sich auf der Vorschlagsliste des UNESCO Welterbes. Auch Jalaluddin Bukharim ein weiterer wichtiger Sufi-Heiliger, wurde hier geboren. Es wird angenommen, dass Uch vor rund 2300 Jahren von Alexander dem Großen gegründet wurde.
  5. Multan: Nur wenige Kilometer nördlich von Uch, und ein weiteres Juwel des Punjab. Auch Multan blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück: Hindus und Sufi-Mystiker, Alexander der Große und britische Kolonialherren, Sikhs und Moguln prägten die Stadt, ihre Architektur und Identität. Das Wahrzeichen von Multan ist das Mausoleum von Shah Gardez, einem Sufi des 11. Jahrhunderts. Es gilt als eines der ersten und schönsten Beispiele indo-islamischer Architektur. Wer in Uch oder Bahawalpur ist, sollte unbedingt die kurze Fahrt nach Multan zurücklegen und die „Stadt der Heiligen“ besuchen – denn sie ist zweifelsohne einer der schönsten Orte in Pakistan!
  6. Thatta: Die „Stadt der Stille“ war früher die Hauptstadt des Sindh. Deshalb befinden sich noch heute zahlreiche geschichtsträchtige Monumente in Thatta – z. B. die wunderschöne Shah Jahan Moschee, die zu den sehenswertesten in ganz Südasien zählt. Die Makli-Nekroplis ist einer der größten Friedhöfe der Welt: bis zu eine Millionen Gräber wurden hier im Laufe der letzten vier Jahrhunderte errichtet. Auch zahlreiche Sufi-Heilige haben hier den Ort ihrer letzten Ruhe gefunden. Makli bedeutet übrigens so viel wie „kleines Mekka“.
  7. Bahawalpur: Ebenfalls im Punjab gelegen, in der Nähe von Uch Sharif und Multan. Bahawalpur ist bekannt für seine Architektur, so z. B. für den Noor Mahal (den „Palast des Lichtes“). Er wurde im Stil eines italienischen Schlosses erbaut und diente als Sitz der Nawabs (Prinzen) des alten Fürstenstaates von Bahawalpur. In Bahawalpur gibt es auch einen wunderschönen Bazar, auf dem von Papageien bis traditionellen Kleidern alles verkauft wird. Die Al-Sadiq-Moschee ist eine der schönsten des Landes und wurde von einem Sufi-Heiligen vor mehr als 200 Jahren errichtet.

Zusammenfassung: Die schönsten Reiseziele für Touristen in Pakistan

  1. Lahore
  2. Islamabad / Rawalpindi
  3. Murree
  4. Peschawar
  5. Taxila
  6. Pakpattan
  7. Gilgit, Hunza, Skardu
  8. Karachi
  9. Fairy Meadows
  10. Sehwan Sharif
  11. Abbottabad
  12. Uch Sharif
  13. Multan
  14. Thatta
  15. Bahawalpur

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