Best Books on India

Die besten Bücher über Indien

Seit jeher ist Indien ein Land der Sehnsucht. Wer einmal in Indien gewesen ist, wird sich ein Leben lang daran erinnern. Viele Schriftsteller und Dichter haben dieses großartige Land mit ihrem Werk gewürdigt: Dies sind die besten Bücher über Indien:

Siddhartha – Hermann Hesse
Ein absoluter Klassiker der deutschen und der Weltliteratur. In den 1960er Jahren inspirierte dieses Buch zahlreiche Hippies und Aussteiger, in den Osten zu reisen, wo sie ein freidliches, einfaches Leben zu finden hofften. Hermann Hesses Siddhartha ist die Geschichte eines jungen Mannes auf der Suche nach der Wahrheit. Auf dem Weg dorthin begegnet er vielen Meistern und Lehrern (darunter dem historischen Buddha). Diese wunderbare Novelle, die im alten Indien spielt, beschwört die ewige Spiritualität Indiens herauf und ist zugleich eine herzergreifende Geschichte der Selbstfindung. In einem einfachen, aber sehr poetischen Ton geschrieben, hat dieses Buch viele junge Menschen beeinflusst und tut dies bis heute.

Shantaram – Gregory William Roberts
Dieses Buch liegt in jedem Backpacker-Café, in jedem Hostel Indiens. Auf rund 1000 Seiten erzählt es die unglaublich aber wahre Geschichte von Gregory William Roberts. Wegen eines versuchten Bankraubes sitzt er in einem australischen Gefängnis – bricht dann aus, flieht nach Indien, findet seinen Weg bis nach Mumbai. Dort macht er sich mit der kriminellen Unterwelt vertraut. Gregory William Roberts lebt in einem der vielen Slums Mumbais, er wird Bollywood-Schauspieler und Waffenhändler, landet schließlich in Afghanistan… Shantaram erzählt ein wildes Abenteuer, das manchmal zu verrückt um wahr zu sein scheint. Es ist aber auch ein gefühlvolles Porträt des alltäglichen Lebens in Mumbai und Indien.

Kim – Rudyard Kipling
Dies ist das wohl bekannteste Buch von Rudyard Kipling. Es erzählt die Geschichte von Kim, einem Waisenjungen, der in Lahore (im heutigen Pakistan) lebt. Er tut sich mit einem alten buddhistischen Mönch zusammen, und gemeinsam reisen sie quer durch Indien, auf der Suche nach einem heiligen Fluss. Sie besuchen Lucknow, Shimla und die weiten Ganges-Ebenen, treffen dabei auf Gangster, Heilige und Prinzessinnen. Kiplings berühmter Roman befasst sich auch mit dem Great Game, also mit dem Konflikt zwischen Großbritannien und Russland in Zentralasien. Die Straße, die Kim und sein Reisebegleiter nehmen, existiert noch heute: Die GT Road (Great Trunk Road) verbindet Afghanistan mit Bangladesch und ist eine der ältesten und wichtigsten Straßen Asiens. Die BBC nahm Kim kürzlich in ihre Liste der „Beliebtesten Romane Großbritanniens“ auf.

India: A History – John Keay
Der indische Subkontinent ist Heimat unzähliger Kulturen, Religionen und Traditionen. Die ersten Hochkulturen der Welt sind hier entstanden, später prägten Könige, Kaiser und Eroberer Indiens Geschichte. Dieses sehr detaillierte Buch von John Kay ist der beste Versuch, diese so ereignisreiche Geschichte Indiens zusammenzufassen. Einige der Geschichten sind dabei so bizarr, auf so fesselnde Weise erzählt, dass man sie fast für erfunden halten mag. Wer Indiens Vergangenheit und Gegenwart verstehen will, wird kein besseres Buch als John Keays India: A History dazu finden. Es ist zweifelsohne eines der besten Bücher über Indien und Indiens reiche Traditionen und Kulturen.

Indian Journals – Allen Ginsberg
Bevor die Beatles Ende der 60er nach Rishikesh kamen und damit Indien für alle Hippies und Sucher auf die Landkarte setzten, verbrachte Allen Ginsberg 1952 etwa ein halbes Jahr im Norden des Landes. Allen Ginsberg ist der bedeutendste Dichter der Beat Generation, zu der auch Jack Kerouac und Bill Burroughs gehören. Ginsbergs Indische Tagebücher sind unpoliert und kompromisslos: Er erzählt von seinen Erfahrungen beim Opiumrauchen mit den Sadhus von Varanasi, er schildert seine Begegnungen mit verschiedenen Heiligen, Dichtern und Landstreichern. Die Indian Journals sind außerdem ein wunderbares Zeitdokument eines längst vergangenen Indiens – und ein Muss für jeden Ginsberg- und Indienliebhaber!

Kanthapura – Raja Rao
Raja Rao gilt als einer der großen indischen Schriftsteller englischer Sprache. Sein Werk ist star von der indischen Philosophie und Spiritualität beeinflusst. Dies wird vor allem in Kanthapura deutlich, einer kurzen aber sehr schön geschriebenen Novelle, die sein wohl berühmtesten Buch ist. Es spielt in einem kleinen Dort in Südindien und erzählt – vor dem Hintergrund der indischen Unabhängigkeitsbewegung – die Geschichte von Moorthy. Der junge und stark von Ghandi beeinflusste Mann versucht, Kastengleichheit und Gerechtigkeit in sein Heimatdorf einzuführen. Dabei wird er aber mit Intrigen und Gewalt konfrontiert… Kanthapura ist ein wahrheitsgetreues Porträt des Lebens in Südindien, und dazu ein spannender Weg, mehr über Ghandis Philosophie der Gewaltlosigkeit zu lernen.

Auf der Suche nach Indien – E. M. Forster
Dies ist das wohl berühmteste Indienbuch des 20. Jahrhunderts. Der englische Autor E. M. Forster veröffentlichte es unter dem Originaltitel A Passage to India, nachdem er über ein Jahr in Indien gearbeitet und gelebt hatte. Während der Lektüre dieses Klassikers der englischen Literatur lernt man viel über Britisch-Indien und die Unabhängigkeitsbewegung der 1920er. Ein sehr wichtiger Teil der Geschichte spielt übrigens in den Barabar-Höhlen – den ältesten in Stein gehauenen Höhlen Indiens. Sie sind über 2200 Jahre alt. Auf der Suche nach Indien wurde 1984 von David Lean verfilmt.

Mitternachtskinder – Salman Rushdie
Mit einer vom Magische Realismus geprägten Erzählweise schildert Salman Rushdie eine herzergreifende Geschichte von Leiden, Migration und Hoffnung. Orte wie Mumbai, Lahore (Pakistan) und Dhaka (Bangladesh) werden lebhaft geschildert, und auch die großen Themen der indischen Geschichte und Spiritualität lesenswert behandelt. Der Penguin-Verlag nahm Mitternachtskinder in seine Liste der „Wichtigsten Bücher der 20. Jahrhunderts“ auf. Dies ist es, und sicherlich auch eines der besten Bücher über Indien!

Shiva Moon – Helge Timmerberg
Der deutsche Reiseschriftsteller Helge Timmerberg folgt dem Ganges – dem heiligsten Fluss Indiens – von seiner Quelle bis zur Mündung in den Golf von Bengalen. Dabei besucht er unter anderem Rishikesh, die Yoga-Hauptstadt der Welt, und Varanasi, das uralte Zentrum des Hinduismus. Tmmerbergs Erzählungen sind stets humorvoll, seine Beobachtungen zeugen von einer tiefen Kenntnis von Land und Leuten. Mit 17 Jahren war er zum ersten Mal in Indien – nachdem er Siddhartha gelesen hatte. Shiva Moon ist sicherlich eines de witzigsten Bücher, die über das Reisen in Indien geschrieben wurden!

Geschichte Indiens – Hermann Kulke
Das mit Abstand beste Buch deutsche Buch über die Geschichte des indischen Subkontinents. Ausführlich, unterhaltend und sehr informativ wird die vielfältige Vergangenheit Südasiens beschrieben – von den allerersten Kulturen über die verschiedene Hindu-Reiche, Großmoguln und die Briten bis heute! In Indien zu Reisen ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit. Dieses Buch ist dabei der perfekte Wegbegleiter, und eröffnet auch ein tieferes Verständnis für die aktuellen Probleme Indiens. Ein unverzichtbares Buch für all jene, die in Indien verliebt und mehr über Indien erfahren möchten!

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4 thoughts on “Die besten Bücher über Indien”

  1. Vielen Dank für die Inspiration. Du empfiehlst großartige Bücher und Shantaram ist mein absoluter Favorit. Ich muss das Buch unbedingt mal wieder lesen. Dein Blog weckt meine Sehnsucht nach Indien 🙏

    1. Hallo Julia,

      freut mich, dass dir die Empfehlungen gefallen! Shantaram ist wirklich ein tolles Buch. Wenn ich mal viel Zeit hab, dann muss ich es mir auch noch mal vornehmen… Ist halt ein ziemliches Projekt!
      Dann viel Spaß noch beim Lesen der Artikel! Schön, dich an Bord des OrientExpress zu haben!

      Lieben Gruß

      Lucas

  2. Da sind wirklich tolle Tipps dabei, danke dafür! Hesse ist natürlich der Klassiker, aber auch John Keays Buch habe ich bereits gelesen! Habe mir gerade Shantaram bestellt, die Story sieht sehr interessant aus…
    Viel Erfolg weiterhin!

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